Es kommen immer wieder von Euch Bilder zu vergangenen Treffen.
Heute konnten wir wieder drei Treffen, die bisher keine Galerie hatten mit ein paar Bildern aufhübschen und für das 2001 Treffen die Galerie Erweitern.
1992 Idar Oberstein
1993 Nürnberg Museum Industriekultur
1997 Clausthal Zellerfeld
Und ein Update gibt es bei der 2001er Galerie
2001 Tangstedt (bei Hamburg)
Wenn jemand von Euch mal wieder Bilder von Treffen in der Hand hat, ihr könnt die auch mit Euren Smartphone abfotografieren und uns per Email senden.
Gert Reiher beschreibt in seinen 6. Teil die Enwicklung der modernen Fahrräder.
In diesem Beitrag wird der Motorradbau von 1900 – 1908 in groben Zügen beschrieben. Die ausführliche Beschreibung dieser Epoche findet Ihr im Victoria Buch der der Victoria IG, ( Victoria-ig.de ).
Die ersten Anzeigen in den Fachzeitschriften erschienen logischerweise etwas später, aber verdeutlichten, dass Victoria gewillt war den Motorradbau voran zu treiben.
Das allererste Motorrad von Victoria.
Das erste Motorrad vom neuen Jahrhundert, welches noch vorhanden ist in diesem schönen Altzustand.
Der gut erhaltene Fafnir – Motor mit der Nummer 1896 in den Fafnirwerken in Aachen hergestellt und wurde von den Victoriawerken bevorzugt eingebaut.
Das bekannteste Motorrad aus dem Jahr 1906 befindet sich im Museum für Industriekultur in Nürnberg, der Gründerstadt der Firma Victoria.Die Restauration ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber in der Nähe von Berlin, in einem Museum steht auch noch ein Modell aus dieser Zeit.
Ab 1904 wurden die ersten Dreiräder, die sogenannten Vorsteckwagen (der Vorläufer des heutigen Seitenwagens), bei Victoria hergestellt. Im Anschluss ist eine Entwurfszeichnung dieses Gefährtes zu sehen.
Im Jahr 1994 tauchten über einen Händler originale Teile eines solchen Dreirades auf, welche aus nach dessen Informationen aus Russland stammten. Vorhanden waren der originale Rahmen mit der Nummer “200”, sowie der Fafnir Motor inkl. Vergaser und Zündmagnet. Ein Rad und die seltene Hinterrad – Außenbandbremse, sowie der Lenker, waren auch dabei. Das seltenste Originalteil war das Zweiganggetriebe, welches vor dem Motor sitzt. So ein Getriebe ist eine absolute Seltenheit. (Planetengetriebe). Alle Komponenten passten perfekt zusammen. Das gesamte Vorsteckteil mit Korb und der äußere Rahmen fehlten natürlich.
Die originalen Teile wurden nach Angabe des Händlers als Victoria – Vorsteckwagen in Russland erworben und ihre Reise erfolgte über Polen nach Deutschland. Wer vermag zu behaupten, so ein Fahrzeug sei ein Modell aus einer anderen Republik oder gar ein Modell eines anderen Herstellers, der sollte den Beweis antreten, aber wie ? Da liegt ein gutes Jahrhundert dazwischen und diese Modelle ähnelten sich sehr. Allen Unkenrufen, die nach Fertigstellen des Victoria – Vorsteckwagens kamen, sei gesagt, dass der Erbauer hat nach besten Wissen und Gewissen gehandelt und mit dem Wagen ein zeitgemäßes Relikt im fahrbaren Zustand wieder Erstehen lies, zur Freude vieler Betrachter.
Teilweiser Zusammenbau des Vorsteckwagens mit Blick auf das erwähnte vorgelegte Zweigang – Planetengetriebe.
Hier einige Prospekte und Bilder :
In der illustrierten Zeitschrift – Motorradfahrer von 1903 wurde der Fafnir Motor von 1904 vorgestellt :
Auch Minerva Motoren wurden von Victoria verwendet, dieser Motor stammt auch aus dem Jahr 1904.
Es folgen einige Bilder vom Nachbau Victoria – Vorsteckwagen.
Zum 125 jährigen Bestehen der Victoria – Werke wurde auch ein detailgetreuer Nachbau einer Victoria von 1906 mit einem Zweizylinder – Zedelmotor präsentiert.
Da schraubt auch einer an einer Uralt – Victoria
In den letzten Jahren bis 1910 ist es dann still geworden mit der Motorradproduktion bei Victoria. Die richtige Massenproduktion begann dann erst wieder um 1920, bis dahin erhalten Sie aber noch viele Informationen im Fahrradbereich. Der nächste Bericht beginnt dann mit Katalog 1904 und Rädern aus dieser Zeit.
Der Motorradbau währte aber bis zum Jahr 1910, denn im Fahrradkatalog von 1910 stellte man das letzte Modell vor :
Originalbilder aus dieser Zeit sind sehr rar…
Alles über historische Victoria Fahrräder findet Ihr bei Gert Reiher auf seiner Seite victoria-rad.de
Unser Typreferent Anton Grabinger hat uns diesen Hinweis gegeben:
Trotz der verschleißarmen Eigenschaften der Phenoplaste ist es normal das ab einer gewissen Laufleistung das Novotex Ölpumenzahnrad und das Zwischenzahnrad extrem verschleisen.
Anton empfhielt auf jeden Fall beide Zahnräder alle 15.000 KM zu wechseln.
Besser wäre allerding gleich ein Umbau auf Stahlräder um langfristig keine Problemen damit zu haben.
In der Einladung hieß es, es sollte ein reines Victoriatreffen werden.
Mit 12 Teilnehmern war es zwar eine überschaubare aber tolle Truppe
Victorianer die sich da vom 20. bis 21. 7. 2018 in Gnarrenburg zur Erkundung der Teufelsmoorregion einfand. Schön, dass mit Daniel und Martin auch wieder Victoriafreunde aus Dänemark dabei waren.
Wie vorgesehen startete die Truppe am Freitag Nachmittag zur ersten, ca. 40 km langen Ausfahrt.
Bei Bratwurst vom Grill, gekühltem Bier und Benzingesprächen ließ man den Tag ausklingen.
Am Samstag um 10.00 Uhr hieß es dann „Aufsitzen“ zur großen, ca. 60 km langen Ausfahrt.
Kleinere Pausen sowie eine Mittagspause beim Griechen in Bremervörde sorgten dafür, dass die Vickys auch mal wieder abkühlen konnten.
Am Nachmittag stand die Besichtigung der alten, stillgelegten Ziegelei Pape in Bevern an. In einer 1 ½ stündigen Führung erklärte uns Hr. Rademacher wie man früher Ziegelsteine hergestellt und in einem Ringofen gebrannt hat.
Sogar der alte Dieselstationärmotor der Fa. Herford mit all seinen Transmissionswellen wurde zum Laufen gebracht. Tolle Sache. Nach kurzer Weiterfahrt gab es Kaffee und Kuchen im Kaffeegarten einer alten Getreidemühle.
Rundum gesättigt und gut gelaunt wurden die letzten 15 km bis zur Festhalle absolviert.
Alles in allem ein gelungenes Treffen ohne Pannen und Ausfälle.