{"id":629,"date":"2017-08-11T05:44:27","date_gmt":"2017-08-11T05:44:27","guid":{"rendered":"http:\/\/victoria-ig.de\/?p=629"},"modified":"2017-08-11T06:28:03","modified_gmt":"2017-08-11T06:28:03","slug":"geschichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/victoria-ig.de\/?p=629","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><em><span style=\"color: #0000ff\">Gek\u00fcrzter Auszug aus dem Victoria-Buch der Victoria IG, erschienen 2016\u00a0<\/span><\/em><\/p>\n<p>\u00a9 Manfred E. Sprenger<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff\"><strong>1886 &#8211; 1895<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Einen Veloziped-Club, in dem der sportliche Umgang mit dem\u00a0 Hochrad\u00a0 gepflegt wurde,\u00a0 gibt es in N\u00fcrnberg schon im Jahr 1885. In diesem Club ist Max Ottenstein ein eifriges Mitglied. In England, das in dieser Zeit bei der Herstellung von Fahrr\u00e4dern weltweit f\u00fchrend ist, kn\u00fcpft er erste gesch\u00e4ftliche Kontakte. All diese Unternehmungen verlangen neben der handwerklichen Produktion einen kaufm\u00e4nnisch gef\u00fchrten Betrieb und so wird 1886 von Max Ottenstein und dem Kaufmann Max Frankenburger die Frankenburger &amp; Ottenstein OHG gegr\u00fcndet.\u00a0Das ben\u00f6tigte Rohmaterial und die Ideen f\u00fcr den Aufbau der Fahrradherstellung bringt Max Ottenstein von seinen Reisen aus England mit.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fankenb.ottenstein.fahrradwerbeschildLOW.FARBE_-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-668 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fankenb.ottenstein.fahrradwerbeschildLOW.FARBE_-1-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fankenb.ottenstein.fahrradwerbeschildLOW.FARBE_-1-200x300.jpg 200w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fankenb.ottenstein.fahrradwerbeschildLOW.FARBE_-1-768x1152.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fankenb.ottenstein.fahrradwerbeschildLOW.FARBE_-1-683x1024.jpg 683w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fankenb.ottenstein.fahrradwerbeschildLOW.FARBE_-1.jpg 1535w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In den angemieteten Werkstattr\u00e4umen im N\u00fcrnberger Vorort Gleishammer stellen zwanzig Arbeiter die ersten Hochr\u00e4der her.\u00a0Um den Kunden den gefahrlosen Umgang mit ihren neuartigen Vehikeln gefahrlos zu erm\u00f6glichen, baute man sp\u00e4ter ein Velodrom, wo diese Fertigkeit ungehindert erlernt werden konnte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-681 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fo.produktion-300x228.jpg\" alt=\"\" width=\"340\" height=\"258\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fo.produktion-300x228.jpg 300w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fo.produktion-768x582.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fo.produktion-1024x777.jpg 1024w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fo.produktion.jpg 1229w\" sizes=\"auto, (max-width: 340px) 100vw, 340px\" \/><\/p>\n<p>Die gemieteten R\u00e4umlichkeiten in Gleishammer werden f\u00fcr die mittlerweile 150 Arbeiter und \u00fcber 40 Werkzeugmaschinen bald zu klein. Von dem Inhaber einer gro\u00dfen N\u00fcrnberger Maschinenfabrik kann im Jahr 1888 zu g\u00fcnstigen Konditionen ein gro\u00dfer Bauplatz an der sp\u00e4teren Ludwig-Feuerbach-Stra\u00dfe gekauft werden.\u00a0Bereits 1892 bieten die beiden Firmengr\u00fcnder die ersten Sicherheits-Niederr\u00e4der, \u00e4hnlich den noch heute gebauten Fahrr\u00e4dern, an, die das gleiche\u00a0 Rahmenprinzip wie heutige Fahrr\u00e4der haben.\u00a0Der Absatz steigert sich bei Victoria in den Jahren 1893\/94 so gewaltig, dass die Firma am 15. November 1895 in\u00a0 eine\u00a0 Aktiengesellschaft mit dem Namen \u201eVictoria-Fahrradwerke AG\u201c und einem Aktienkapital\u00a0 von 1,25 Millionen Mark umgewandelt wird.<\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #0000ff\">1896 &#8211; 1914<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Auf der Bayerischen Landesausstellung in N\u00fcrnberg 1896 pr\u00e4sentieren sich die Victoria Fahrrad Werke mit einem Ausstellungsstand.\u00a0Die Fahrradproduktion erreicht 1897 mit 11\u2009300 St\u00fcck ihren vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt. In diesem Jahr betr\u00e4gt die Produktion der f\u00fcnf gr\u00f6\u00dften N\u00fcrnberger Werke rund 50\u2009000 Fahrr\u00e4der, was weit \u00fcber den verkauften Bedarf hinausgeht. Insgesamt existierten in Deutschland fast vierzig Firmen, diesich mit der Herstellung von Fahrr\u00e4dern befassen. Es herrscht eine landesweite \u00dcberproduktion, die Schleuderpreise auf dem Fahrradmarkt zur Folge hat.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-670 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.prospekt-1900-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.prospekt-1900-212x300.jpg 212w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.prospekt-1900-768x1085.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.prospekt-1900-725x1024.jpg 725w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/p>\n<p>Am Vorabend der Jahrhundertwende, am 29. Dezember 1899, wird die Firmenbezeichnung in Victoria Werke AG umgewandelt.\u00a0In der Zeit um die Jahrhundertwende erlebt die Motorisierung einen ungeahnten Aufschwung. Ein Grund daf\u00fcr ist nicht zuletzt die fortschreitende Verbesserung der Zuverl\u00e4ssigkeit und damit der Alltagstauglichkeit. Ein neues und dabei wichtiges Bauteil ist die mittlerweile von Robert Bosch entwickelte Hochspannungs-Magnetz\u00fcndung und die Verwendung von Z\u00fcndkerzen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.auto_.4sitzer-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-693 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.auto_.4sitzer-1-295x300.jpg\" alt=\"\" width=\"295\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.auto_.4sitzer-1-295x300.jpg 295w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.auto_.4sitzer-1-768x781.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.auto_.4sitzer-1-1006x1024.jpg 1006w\" sizes=\"auto, (max-width: 295px) 100vw, 295px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im Jahr 1900 wird der neu konstruierte Victoria-Motorwagen auf der N\u00fcrnberger Motorfahrzeugausstellung mit einer Goldmedaille pr\u00e4miert. Es sollte jedoch noch vier Jahre dauern, bis Automobile erstmals gefertigt werden.\u00a0Das erste Victoria-Motorrad entsteht im Jahr 1901, es kommt aber noch nicht zu einer Serienfertigung. Damit geh\u00f6rt Victoria zu den deutschen Pionieren im Motorradbau. Die Grundkonzeption des ersten Victoria-Motorrades ist genau wie bei den meisten Konkurrenten nichts weiter als ein Fahrrad mit verst\u00e4rktem Rahmen und einem zugekauften Motor.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Anz.Gartenlaube.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-682 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Anz.Gartenlaube-215x300.jpg\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Anz.Gartenlaube-215x300.jpg 215w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Anz.Gartenlaube-768x1070.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Anz.Gartenlaube-735x1024.jpg 735w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Anz.Gartenlaube.jpg 914w\" sizes=\"auto, (max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Als 1903 bei Victoria die Kleinserienfertigung von Motorr\u00e4dern anl\u00e4uft, kauft man die Motoren bei Fafnir in Aachen ein, einem der f\u00fchrenden Lieferanten von Einbaumotoren in dieser Zeit.\u00a0Im Deutschen Reich wird der Aufschwung in der Motorisierung durch die Wirtschaftskrise in den Jahren 1907\/08 wieder ged\u00e4mpft und bei Victoria wird die Fertigung von Motorr\u00e4dern etwa im Jahr 1908 wieder eingestellt. Die Herstellung von Automobilen wird noch etwas l\u00e4nger betrieben, aber ab 1912 werden auch diese nicht mehr produziert.\u00a0Die Motorisierung hat auch andere Seiten, die Pferdediebst\u00e4hle gehen erheblich zur\u00fcck.\u00a0Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges baut man bei Victoria haupts\u00e4chlich Fahrr\u00e4der f\u00fcr das Milit\u00e4r.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff\"><strong>1919 &#8211; 1928<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Dr. Ing. Rudolf Ottenstein,\u00a0 der Sohn des Firmengr\u00fcnders, war inzwischen in den Firmenvorstand berufen worden und dort f\u00fcr die technische Entwicklung zust\u00e4ndig. Unter seiner Federf\u00fchrung entsteht 1920 das erste Motorrad der K.R.-Reihe, die f\u00fcr Victoria lange Zeit charakteristisch bleiben soll. K.R. steht dabei f\u00fcr Kraft-Rad und das erste Modell hei\u00dft lapidar K.R. I. Die Maschine ist eine vollkommene Neuentwicklung mit bemerkenswerten Konstruktionsdetails und sie hat schon die typische blaue Victoria-Lackierung.\u00a0Einen geeigneten Motor findet man bei den Bayerischen\u00a0 Motorenwerken in M\u00fcnchen, die zu dieser Zeit noch keine eigenen Motorr\u00e4der bauen und deshalb ihr von Martin Stolle konstruiertes Antriebsaggregat mit der Typenbezeichnung M2B15 an andere Motorradhersteller verkaufen. Es ist ein Zweizylinder-Boxer mit 494 ccm und seitengesteuerten Ventilen. Bei 2800 Umdrehungen pro Minute leistet das K.R. I-Motorrad durchschnittlich 3,8 PS, die Maximalleistung liegt bei 6,5 PS.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/victoria_kr1.werbungFarbe.LOW_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-676 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/victoria_kr1.werbungFarbe.LOW_-300x226.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/victoria_kr1.werbungFarbe.LOW_-300x226.jpg 300w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/victoria_kr1.werbungFarbe.LOW_-768x578.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/victoria_kr1.werbungFarbe.LOW_.jpg 916w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Martin Stolle wechselt im Januar1922 zur Firma Sedlbauer in M\u00fcnchen, wo schon ein halbes Jahr sp\u00e4ter sein neuer OHV-Motor einsatzbereit ist. Seitens Victoria kommt man mit der Firma Sedlbauern ins Gesch\u00e4ft und noch im gleichen Jahr wird die neue K.R.\u2005II mit dem neuen OHV-Motor ausger\u00fcstet.\u00a0Im September 1923 wird die Sedlbauer-Motorenfertigung nach N\u00fcrnberg verlegt, Victoria hat das Werk mittlerweile \u00fcbernommen. Als technische\u00a0 Weiterentwicklung erscheint 1924 die KR III. Mit\u00a0 einer Leistung\u00a0 von nunmehr 12 PS ein sportliches Tourenmotorrad mit Gespannqualit\u00e4ten.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-687 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/werbung.KR2_.Fahrrad.zeitung.SW_-1-236x300.jpg\" alt=\"\" width=\"236\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/werbung.KR2_.Fahrrad.zeitung.SW_-1-236x300.jpg 236w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/werbung.KR2_.Fahrrad.zeitung.SW_-1.jpg 669w\" sizes=\"auto, (max-width: 236px) 100vw, 236px\" \/><\/p>\n<p>Martin Stolles Nachfolger als Chefkonstrukteur wird Gustav Steinlein. Er leitet eine neue \u00c4ra der Motorenentwicklung ein, die Geschichte machen soll. Durch die Verwendung von Kompressoren nach dem Prinzip des englischen Roots-Kompressors kann die Motorleistung erheblich gesteigert werden, um bei Stra\u00dfenrennen der Konkurenz Paroli zu bieten.\u00a0Beim ersten Versuch anl\u00e4sslich des Freiburger-Kilometer-Rekords 1925 erreicht die werksseitig eingesetzte Victoria-Kompressormaschine eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 146 Kilometern pro Stunde und verweist die Konkurrenz auf die Pl\u00e4tze.\u00a0Bei Victoria wird in der Saison 1926 zur Verbesserung der thermischen Verh\u00e4ltnisse an der Kompressormaschine der Kompressor \u00fcber den vorderen Zylinder montiert.\u00a0Au\u00dferdem beschr\u00e4nkt man sich in erster Linie auf Bergrennen, um die Motoren bei den materialmordenden Rundstreckenrennen nicht zu \u00fcberfordern.<a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.kompressor.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-671 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.kompressor-300x197.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.kompressor-300x197.jpg 300w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.kompressor-768x505.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.kompressor-1024x673.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Beim Freiburger Kilometer-Rekord 1926 schafft der Breslauer Victoria-Werksfahrer Adolf Brudes diesmal die Durchschnittsgeschwindigkeit von 164 Stundenkilometern.\u00a0Damit enden die Eins\u00e4tze des ersten kompressoraufgeladenen deutschen Motorrades. Danach reduzierten sich die Renneins\u00e4tze der L\u00e4ngsboxer auf die Gespannklasse, die sie noch einige Jahre beherrschen sollen. Interessant dabei ist, dass genau zu dem Zeitpunkt als seitens Victoria die Entwicklung der Kompressormaschinen eingestellt wird, bei BMW in M\u00fcnchen in Person von Rudolf Schleicher damit begonnen wird. Es ist wahrscheinlich nur Zufall, dass Schleicher und Steinlein verschw\u00e4gert sind und das Thema Kompressoraufladung von Motoren wird sicherlich nie ein privates Thema gewesen sein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Vic.patentdruckl\u00f6ten.plakat_LOW.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-678 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Vic.patentdruckl\u00f6ten.plakat_LOW-300x269.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"269\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Vic.patentdruckl\u00f6ten.plakat_LOW-300x269.jpg 300w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Vic.patentdruckl\u00f6ten.plakat_LOW-768x688.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Vic.patentdruckl\u00f6ten.plakat_LOW.jpg 945w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 18. Mai 1927 wird vom Reichspatentamt das Patent mit der Nr. 444\u2009229 (Klasse 49, Gruppe 25) an die Victoria Werke ausgegeben, das bis in die F\u00fcnfziger Jahre in der Rahmenherstellung angewendet wird. Die Erfindung erstreckt sich auf ein Verfahren und eine Anordnung zur Herstellung einer L\u00f6tverbindung von ineinandergesteckten Metallst\u00fccken.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr35-7_1928c001.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-702 size-large aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr35-7_1928c001-1024x453.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"292\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr35-7_1928c001-1024x453.jpg 1024w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr35-7_1928c001-300x133.jpg 300w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr35-7_1928c001-768x340.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr35-7_1928c001.jpg 1867w\" sizes=\"auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Um die Hubraumklasse nach unten zu erweitern, wird die neue KR 35 mit einem 350 ccm-Motor angeboten. Um sofort einen leistungsf\u00e4higen Motor zur Verf\u00fcgung zu haben, werden von Sturmey Archer Gears Ltd in Nottingham England, sp\u00e4ter von deren deutscher Niederlassung in N\u00fcrnberg, die Motoren bezogen. Sturmey Archer hatte sich schon seit vielen Jahren einen guten Namen als Hersteller von Motoren und Getrieben gemacht. Die Firma geh\u00f6rt zum Raleigh-Konzern, der unter diesem Namen auch Motorr\u00e4der verkauft. Raleigh-Maschinen hatten auf der Brooklandsbahn bei London Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt und bei h\u00e4rtesten Langstreckentests ihre Zuverl\u00e4ssigkeit bewiesen.\u00a0Die KR\u200935 mit ihrem 12 PS starken OHV-Motor entwickelt sich zu einem echten Verkaufsschlager. Die ab Ende des Jahres 1928 angebotene steuer- und f\u00fchrerscheinfreie KR\u200920 mit 200\u2009ccm ist ebenfalls mit einem Viertaktmotor von Sturmey-Archer best\u00fcckt. Die Gesamtzahl der verkauften Einheiten bei Victoria steigt von 4\u2009200 im Vorjahr auf 7\u2009100 St\u00fcck.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.aktie1928-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-725 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.aktie1928-1-300x210.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"280\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.aktie1928-1-300x210.jpg 300w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.aktie1928-1-768x538.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.aktie1928-1-1024x717.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff\"><strong>1929 &#8211; 1934<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Der mehrfache Deutsche Meister auf DKW und im Jahr 1955 Weltmeister auf NSU Hans-Peter M\u00fcller beginnt in den Jahren 1931 bis 1934 mit Victoria-Rennmaschinen seine Karriere als Rennfahrer, sowohl in der 350 ccm als auch in der 500 ccm Klasse. Seine Rennmaschinen werden von Raleigh in England aufgebaut und bekommen ein Victoria-Tankemblem.\u00a0Nach dem Gewinn der Europa-Bergmeisterschaft und der Deutschen Seitenwagen-Meisterschaft im Jahr 1932 durch den M\u00fcnchner Josef M\u00f6ritz bekommt die KR 6 als erstes Victoria-Modell neben der Typbezeichnung einen Namen: Bergmeister.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Vic-Bergmeisterschaft.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-679 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Vic-Bergmeisterschaft-263x300.jpg\" alt=\"\" width=\"263\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Vic-Bergmeisterschaft-263x300.jpg 263w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Vic-Bergmeisterschaft-768x874.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Vic-Bergmeisterschaft-899x1024.jpg 899w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Vic-Bergmeisterschaft.jpg 1768w\" sizes=\"auto, (max-width: 263px) 100vw, 263px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.brosch\u00fcre.titelseite.SIEG_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-680 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.brosch\u00fcre.titelseite.SIEG_-300x178.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.brosch\u00fcre.titelseite.SIEG_-300x178.jpg 300w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.brosch\u00fcre.titelseite.SIEG_-768x456.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.brosch\u00fcre.titelseite.SIEG_-1024x608.jpg 1024w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.brosch\u00fcre.titelseite.SIEG_.jpg 1710w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die KR\u20056 wird noch bis 1939 angeboten,\u00a0 doch in den Verkaufszahlen spielt sie nur noch eine untergeordnete Rolle.\u00a0Die Zukunft soll ab sofort den kleineren Maschinen geh\u00f6ren. Auf dem H\u00f6hepunkt der wirtschaftlichen Rezession kommt ein Kleinmotorrad mit der Bezeichnung V 75 auf den Markt, das mehr einem Fahrrad mit Hilfsmotor gleicht.\u00a0Au\u00dfer dem altbekannten Boxermotor der KR 6 sind alle acht Modelle im Verkaufsprogramm mit einem zugekauften Einbaumotor versehen. Die Victoria-Werke handeln rasch und engagieren erneut Martin Stolle, der zehn Jahre zuvor das Werk verlassen hat und mittlerweile ein eigenes Konstruktionsb\u00fcro unterh\u00e4lt.\u00a0Stolle entwirft 1934 einen formsch\u00f6nen, seitengesteuerten Parallel-Zweizylindermotor, der hinter Seitenblechen verkleidet in die neue KR\u20098 Fahrmeis-ter eingebaut wird. Thermische Probleme lie\u00dfen nach der kurzen Erprobungsphase nicht lange auf sich warten, da der Ventiltrieb im Windschatten der Zylinder liegt, die seitlich von einer Blechverkleidung verdeckt werden. Ein Jahr sp\u00e4ter ist der Ventiltrieb auf Wechselsteuerung umgebaut und in das Nachfolgemodell KR\u20099 eingebaut.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr8.prospekt.titel_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-707 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr8.prospekt.titel_-273x300.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr8.prospekt.titel_-273x300.jpg 273w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr8.prospekt.titel_-768x843.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr8.prospekt.titel_-933x1024.jpg 933w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr8.prospekt.titel_.jpg 1798w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Wiener Konstrukteur Hans Lackler wird ins Victoria Werk geholt, um f\u00fcr Ersatz in der 350er-Klasse zu sorgen. Er entwickelte f\u00fcr die neue KR\u200935\u2009B\/G einen seiten-gesteuerten Motor mit kompaktem Brennraum, der Zylinderkopf ist \u00fcber den Ventilen weit heruntergezogen, was sogar ein PS mehr als bei den bisher verkauften OHV-Motoren m\u00f6glich macht. Das G-Modell steht f\u00fcr den Gel\u00e4ndeeinsatz, das B-Modell wird als Autobahnmaschine angepriesen.<a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/35b.g.vic_.klischees.1935.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-711 size-medium aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/35b.g.vic_.klischees.1935-231x300.jpg\" alt=\"\" width=\"231\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/35b.g.vic_.klischees.1935-231x300.jpg 231w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/35b.g.vic_.klischees.1935.jpg 734w\" sizes=\"auto, (max-width: 231px) 100vw, 231px\" \/><\/a><\/p>\n<p>1934 werden durch eine \u00dcberwachungsstelle in ganz Deutschland die Verchromung und Vernickelung von Zweir\u00e4dern durch gesetzliche Anordnung eingeschr\u00e4nkt.\u00a0Im Gesch\u00e4ftsjahr 1934 werden bis auf Max Ottenstein alle j\u00fcdischen Aufsichtsratmitglieder entlassen. Sein Bruder Franz Ottenstein muss am 1. Juni 1934 die Victoria Werke verlassen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff\"><strong>1935 &#8211; 1939<\/strong><\/span><\/p>\n<p>In dieser nicht sehr erfolgreichen Zeit erinnert man sich bei Victoria an die Verbindungen zu Horex in Bad Homburg, die genau wie Victoria vor 1933 die 500\u2005ccm-Motoren von Sturmey Archer aus Nottingham\/England bezogen. Chefkonstrukteur Hermann Reeb hatte f\u00fcr seinen Arbeitgeber Horex einen 350\u2005ccm-OHV-Motor als Weiterentwicklung dieser bew\u00e4hrten Sturmey Archer-Antriebe geschaffen. Columbus ist das hauseigene Motorenwerk von Horex, ebenfalls in Bad Homburg, und stellt den Motor der Horex S 35 her. Dieser neue OHV-Motor wird in die fast unver\u00e4nderte Victoria KR 35 B eingebaut und bekommt jetzt die neue Modellbezeichnung KR 35 S.<\/p>\n<p>1937 liegt der Marktanteil von Victoria am Zweiradumsatz im Deutschen Reich bei 6 %. Marktf\u00fchrer ist DKW mit 33 %, gefolgt von NSU mit 20 %. Die Konkurrenz aus N\u00fcrnberg verteilt sich wie folgt: Z\u00fcndapp 14,3 %, Triumph 7,3 %, Ardie 4,1 %. BMW liegt bei 5,9 %.<a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/KR20_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-713 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/KR20_1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"360\" height=\"270\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/KR20_1-300x225.jpg 300w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/KR20_1-768x576.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/KR20_1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/KR20_1.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 360px) 100vw, 360px\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr Victoria wird es h\u00f6chste Zeit, eine Modellpalette aufzulegen, die bei den Kunden gut angenommen wird. In der N\u00fcrnberger Nachbarschaft bei Z\u00fcndapp hatte Richard K\u00fcchen in den letzten Jahren die K-Reihe ins Leben gerufen. Unter seiner \u00c4gide entsteht die \u201eNeue Victoria-Linie\u201c, wie sie in\u00a0 den zeitgen\u00f6ssischen Prospekten genannt wird. Dazu z\u00e4hlen drei formsch\u00f6ne Zweitaktmotorr\u00e4der mit Steilstromsp\u00fclung, die KR 20 EN Lux als Sparmodell sowie die KR\u00a0 20 LN Luxus. Das dritte Modell ist eine leistungsst\u00e4rkere Variante, die 247 ccm Aero mit 9 PS.\u00a0Die neuen Maschinen verkaufen sich so gut, dass schon bald Lieferschwierigkeiten auftreten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/pionier-werbung.zeitschriftanz.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-716 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/pionier-werbung.zeitschriftanz-222x300.jpg\" alt=\"\" width=\"330\" height=\"446\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/pionier-werbung.zeitschriftanz-222x300.jpg 222w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/pionier-werbung.zeitschriftanz-759x1024.jpg 759w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/pionier-werbung.zeitschriftanz.jpg 760w\" sizes=\"auto, (max-width: 330px) 100vw, 330px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Im\u00a0 Juni 1938 l\u00e4uft bei Victoria die Serienfertigung der lange angek\u00fcndigten und mit Vorschusslorbeeren bedachten 350er Pionier an. Der Motor der KR\u200535 Pionier wurde bei Horex-Columbus in Zusammenarbeit von Hermann\u00a0 Reeb und\u00a0 Richard K\u00fcchen entwickelt und gebaut. Der moderne OHV-Blockmotor mit fu\u00dfgeschaltetem Vierganggetriebe leistet 18\u2005PS und im Supersportmodell SS runde 20 PS bei laut Prospekt \u201egarantiert\u201c gestoppten 125 Stundenkilometern H\u00f6chstgeschwindigkeit.\u00a0Der recht g\u00fcnstige Preis von 995 RM mag mit zur Beliebtheit der KR 35 SN Pionier beigetragen haben.<\/p>\n<p>Mittlerweile ist den Victoria-Verantwortlichen klar, dass die Firmenanlagen in der Ludwig-Feuerbach- Stra\u00dfe, die mittlerweile von der Bebauung im Stadtgebiet von N\u00fcrnberg eingeschlossen sind, nicht f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Entwicklung der Firma ausreichen. 1938 werden 10 Hektar Land am s\u00fcdlichen N\u00fcrnberger Stadtrand in Gibitzenhof erworben. Hier sollen die neuen Victoria-Produktionshallen entstehen und man beginnt 1939 mit dem Bau der ersten Fabrikhallen mit einer Fl\u00e4che von 2400 qm.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff\"><strong>1939 &#8211; 1945<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Ein Gro\u00dfteil der Fertigung bei Victoria wird ab sofort von der Wehrmacht vereinnahmt. Allein von der KR\u200535 Pionier werden fast 6\u2009000 St\u00fcck als Modell WH f\u00fcr Heeresbest\u00e4nde gebaut. Heute tauchen die im Krieg zur\u00fcckgelassenen Pionier Motorr\u00e4der in Norwegen, Frankreich, der Sowjetunion\u00a0 und im Baltikum wieder auf und geben damit ein trauriges Beispiel f\u00fcr dieses an allen Fronten eingesetzte Victoria-Motorrad. Die KR 25 Aero wird ebenfalls als sogenanntes Heeresmodell f\u00fcr die Wehrmacht produziert, hierzu sind keine St\u00fcckzahlen bekannt.<a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/pionier.titel_.motorradheft.1942.low_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-675 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/pionier.titel_.motorradheft.1942.low_-300x240.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/pionier.titel_.motorradheft.1942.low_-300x240.jpg 300w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/pionier.titel_.motorradheft.1942.low_-768x614.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/pionier.titel_.motorradheft.1942.low_-1024x819.jpg 1024w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/pionier.titel_.motorradheft.1942.low_.jpg 1052w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ab 1942 wird der sogenannte \u201eRiedel-Anlasser\u201d bei Victoria produziert. Der Motor wird zum Starten von Strahlentriebwerken gebraucht, die f\u00fcr die Luftwaffe neu entwickelt wurden. Das Junkers Jumo 004-Strahltriebwerk f\u00fcr den Jagdbomber Messerschmitt Me 262 und das BMW 003-Strahltriebwerk wie es bei der Heinkel He 162 verwendet wird, werden mit dem Anlassermotor auf ca. 1200 U\/min gebracht um dann selbst anzulaufen. Bei Victoria werden au\u00dferdem die Druckluftmotoren f\u00fcr den Antrieb von U-Boot-Torpedos gebaut..<a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.Zerst_.-Werk-1945.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-719 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.Zerst_.-Werk-1945-300x179.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"239\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.Zerst_.-Werk-1945-300x179.jpg 300w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.Zerst_.-Werk-1945.jpg 472w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach den ersten Luftangriffen im August 1942, bei denen das Victoria Werk I in der Ludwig-Feuerbach-Stra\u00dfe stark zerst\u00f6rt wird, kommt den Betriebsgruppen der Organisation \u201eKraft durch Freude\u201c die Aufgabe zu, die Freizeitgestaltung der 1\u2009500 Mitarbeiter unter den Bedingungen w\u00e4hrend des Krieges zu organisieren.\u00a0Wegen der zunehmend schlechten Lebensmittelversorgung w\u00e4hrend des Krieges wird auf dem Brachland von Werkgel\u00e4nde II in der Nopitschstra\u00dfe ein 15\u2009000\u2005qm gro\u00dfer Gem\u00fcsegarten mit H\u00fchnerfarm f\u00fcr die Versorgung der Werkskantine angelegt, sowie 10\u2009000\u2005qm Kleing\u00e4rten f\u00fcr die Mitarbeiter.\u00a0Bei den massiven Bombenangriffen der Royal Air Force auf N\u00fcrnberg ab dem Jahr 1943, werden fast drei Viertel der Victoria-Werksanlagen zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff\"><strong>1946 &#8211; 1949<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Bevor man an die Wiederaufnahme der Produktion denken konnte, war viel Arbeit zu leisten. Mit 28 M\u00e4nnern und zwei Frauen beginnt die Aufbauarbeit in der Ludwig-Feuerbach-Stra\u00dfe. Bereits vor dem Krieg war in der Noptischstra\u00dfe ein Neubau begonnen worden, der aber durch die Kriegswirren nicht fertiggestellt werden konnte. Diese R\u00e4umlichkeiten k\u00f6nnen nun bezogen werden, und so lautete ab 1946 die Gesch\u00e4ftsadresse der Victoria-Werke: Nopitschstra\u00dfe\u200570.<\/p>\n<p>Mit den wenigen vorhandenen M\u00f6glichkeiten gelingt den Victorianern etwas fast Unm\u00f6gliches. Schon Ende des Jahres 1946 kann ein Fahrradhilfsmotor zum Verkauf angeboten werden, der noch w\u00e4hrend des Krieges von Albert Roder bei Victoria entwickelt worden war. F\u00fcr nur 160 Mark ist das sparsame 38\u2005ccm-Mot\u00f6rchen mit einem PS zu haben, das komplett mit Tank an jedes Fahrrad angebaut werden kann. Genau das Richtige in einer Zeit, in der das knappe Benzin fast nur auf dem Schwarzmarkt beschafft werden kann.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr-25.1949.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-731 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr-25.1949-300x144.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"192\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr-25.1949-300x144.jpg 300w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr-25.1949-768x369.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/kr-25.1949-1024x492.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die ersten Victoria KR 25 Aeros wurden bereits 1949 wieder gebaut. Sie unterschieden sich nicht von den Vorkriegsmaschinen. Zus\u00e4tzlich gab es noch die V\u200999 Fix mit 98 ccm und drei G\u00e4ngen. Eine Neuauflage der KR 35 Pionier ist nicht geplant. Es werden noch ca. 500 Pioniere aus Teilerestbest\u00e4nden montiert.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff\"><strong>1950 &#8211; 1957<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Es ging schnell bergauf und so kann im Januar 1951 die 10\u2009000\u2009ste KR 25 Aero das Werk verlassen. Am 12. April 1951 f\u00e4hrt Georg Dotterweich mit einem von ihm pr\u00e4parierten FM\u200538-Moped mit Verkleidung und leistungsgesteigertem Motor zwei Geschwindigkeits-Weltrekorde auf der Autobahn M\u00fcnchen-Ingolstadt.<a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fm38.weltrek.3.HART_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-728 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fm38.weltrek.3.HART_-277x300.jpg\" alt=\"\" width=\"277\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fm38.weltrek.3.HART_-277x300.jpg 277w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fm38.weltrek.3.HART_-768x832.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fm38.weltrek.3.HART_-945x1024.jpg 945w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/fm38.weltrek.3.HART_.jpg 1684w\" sizes=\"auto, (max-width: 277px) 100vw, 277px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf der IFMA (Internationale Fahrrad- und Motorrad-Ausstellung) in Frankfurt am Main wird 1951 am Victoria-Stand der Prototyp einer neuen 350er- Maschine mit dem traditionsreichen Namen Bergmeister vorgestellt. Der V-Zweizylinder-OHV-Motor soll 21\u2009PS leisten und die Kraft durch eine Kardanwelle auf das Hinterrad \u00fcbertragen. Das Motorrad zeigt unverkennbar die Handschrift Richard K\u00fcchens. Bis zur Serienreife vergehen allerdings noch zwei Jahre.\u00a0F\u00fcr Victoria fahren, um nur einige zu nennen, die Rennfahrer Rudolf Ebert, Georg Goppert, Georg Dotter-weich, Paul M\u00fcller, Helmut Radke, Hans Best, Harald Oelerich und als einzige Frau Emmi Stahl.<a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/V-35-Prospekt-Farbe.low_.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-688 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/V-35-Prospekt-Farbe.low_-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/V-35-Prospekt-Farbe.low_-300x200.jpg 300w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/V-35-Prospekt-Farbe.low_.jpg 497w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>1953 werden die neuen Produktionshallen mit einer Grundfl\u00e4che von 6\u2009000 qm und das neue Direktionsgeb\u00e4ude in der Nopitschstra\u00dfe bezogen. Mit Siegfried Rauch als neuem Kundendienstleiter, dem sp\u00e4teren Chefredakteur der Zeitschrift MOTORRAD zu Victoria.\u00a0Von 1946 bis 1953 werden 150\u2009000 Vickys, 35\u2009000 Aero-Motorr\u00e4der und runde 225\u2009000 Fahrr\u00e4der hergestellt. Exportiert wird in 60 L\u00e4nder der Welt, wobei der Exportanteil bei den Vicky-Mopeds bei 70 Prozent liegt.<\/p>\n<p>Harald Oelerich, der als Versuchsingenieur 1954 von Horex zu Victoria kommt, betreibt den Umbau der V\u200535-Wettbewerbsmaschinen auf Hinterradschwinge und Leistungssteigerung durch Doppelvergaser und spezielle Getriebe\u00fcbersetzungen.\u00a0Victoria-Werksfahrer Rudi Ebert mit Schmiermaxe Herbert Tegge gewinnt mit dem V35 Bergmeister-Gespann die Langstreckenfahrt L\u00fcttich-Mailand-L\u00fcttich in der Gespann-Klasse \u00fcber 2400 Kilometer in 48\u2009Stunden mit dem Zieleinlauf am 21. Juli 1954.<a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/swing.m\u00e4del.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-689 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/swing.m\u00e4del-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/swing.m\u00e4del-300x225.jpg 300w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/swing.m\u00e4del-768x576.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/swing.m\u00e4del-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/swing.m\u00e4del.jpg 1772w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Unter dem Namen Swing wurde die Maschine ab 1954 produziert. Sie verf\u00fcgte \u00fcber einige revolution\u00e4re technische Neuheiten: 198 ccm-Zweitaktmotor, 11,3 PS, elektromagnetische Viergang-Schaltung, Triebsatzschwinge\u00a0 mit voll im \u00d6lbad laufender Antriebskette und ein linker Sto\u00dfd\u00e4mpfer als optisches\u00a0 Blendwerk, damit die Kunden nicht durch den Anblick eines fehlenden\u00a0 Hinterradsto\u00dfd\u00e4mpfers irritiert wurden.\u00a0Von der Vicky-Modellreihe werden 400\u2009000 St\u00fcck verkauft. Der letzte Versuch, ein Motorrad auf den Markt zu bringen, misslingt. Die Parilla mit dem aus Mailand zugekauften 175 ccm- OHV-Motor von Moto Parilla findet kaum noch Kunden. Wurden 1953 noch 10\u2009000\u00a0 Victoria-Motorr\u00e4der verkauft, so sind es 1957 gerade noch 700 St\u00fcck.<a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/spatz_vic250-2.tif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-690\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/spatz_vic250-2.tif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/spatz_vic250-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-691 size-large aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/spatz_vic250-2-1024x327.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/spatz_vic250-2-1024x327.jpg 1024w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/spatz_vic250-2-300x96.jpg 300w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/spatz_vic250-2-768x245.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf der Suche nach Auswegen aus der Zweiradkrise verf\u00e4llt man bei Victoria mit der von Friedrich angebotenen Beteiligung an der Bayerischen Autowerken AG auf die Idee in die Produktion von Kleinwagen einzusteigen.\u00a0So \u00fcbernimmt Anfang 1957 Victoria die Fertigung des Spatz. Nach einer gr\u00fcndlichen Modell\u00fcberarbeitung Mitte 1957 hei\u00dft der Kleinwagen jetzt Victoria 250. Als Antrieb bekommt der dreisitzige Kleinwagen jetzt einen neuen 250 ccm Ein-zylinder-Zweitaktmotor mit 14 PS. Als technisches Schmankerl bekommt der Kleinwagen ein elektro-magnetisches Ziehkeil-Vorwahlgetriebe mit f\u00fcnf G\u00e4ngen, \u00e4hnlich wie vorher bei dem Swing-Motorrad.\u00a0Allerdings k\u00f6nnen insgesamt nur 729 Fahrzeuge verkauft werden, bis im Februar 1958 die Produktion wieder eingestellt wird.<a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ZU.firmengeb\u00e4ude.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-722 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ZU.firmengeb\u00e4ude-300x195.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"260\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ZU.firmengeb\u00e4ude-300x195.jpg 300w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ZU.firmengeb\u00e4ude-768x500.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ZU.firmengeb\u00e4ude-1024x666.jpg 1024w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ZU.firmengeb\u00e4ude.jpg 2037w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine Fusionierung der Victoria AG mit anderen Zweiradherstellern erscheint den geldgebenden Banken als letzter Ausweg, und so wird 1958 die Zweirad Union AG gegr\u00fcndet, ein Zusammenschluss von Victoria,\u00a0 Express (Neumarkt)\u00a0 und DKW\u00a0 (Ingolstadt). Drei Jahre sp\u00e4ter \u00fcbernimmt die Firma Faun das Werk.\u00a01966 erkauft sich der Fichtel &amp; Sachs-Konzern die Aktienmehrheit an der Zweirad-Union und transferiert die schon zum Konzern geh\u00f6rende Marke Hercules mit der gesamten Produktion in das Victoria Werk in der Nopitschstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Als letzte Zweirad-Union-Fahrzeuge werden 1966 das Moped-Modell 159 und das Kleinkraftrad TS mit 5,3 PS produziert. 1969 ist der Name Victoria dann endg\u00fcltig aus allen Moped-Prospekten verschwunden. Bei den Fahrr\u00e4dern bleibt der Name noch etwas l\u00e4nger im Programm.\u00a0In den ehemaligen Victoria-Werksgeb\u00e4uden werden Hercules Fahrr\u00e4der bis 1996, Hercules Mofas und Mopeds bis 2003 produziert. Danach werden dort von der Sachs Fahrzeug- und Motorentechnik bzw. Sachs Bikes wieder Zweir\u00e4der hergestellt.<a href=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.ig_.poster.25jahrejubi.A4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-736 aligncenter\" src=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.ig_.poster.25jahrejubi.A4-279x300.jpg\" alt=\"\" width=\"279\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.ig_.poster.25jahrejubi.A4-279x300.jpg 279w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.ig_.poster.25jahrejubi.A4-768x826.jpg 768w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.ig_.poster.25jahrejubi.A4-952x1024.jpg 952w, https:\/\/victoria-ig.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/vic.ig_.poster.25jahrejubi.A4.jpg 1178w\" sizes=\"auto, (max-width: 279px) 100vw, 279px\" \/><\/a><\/p>\n<p>1989 gr\u00fcnden einige Sammler und Liebhaber der Marke VICTORIA die <strong>Victoria Interessengemeinschaft<\/strong>, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Erbe des Werkes als Zweiradhersteller weiter leben zu lassen.<\/p>\n<p>Am 30. Oktober 1995 erwirbt die Firma Hartje aus Hoya\/Weser die Victoria-Namensrechte. Seit 1997 werden wieder Fahrr\u00e4der unter dem Namen Victoria von der Fa. Hartje hergestellt. Das Jahr 1886 als Victoria-Gr\u00fcndungsjahr wird nach wie vor im Firmenauftritt beworben.\u00a0Die Dibag Industriebau AG M\u00fcnchen erwirbt das Gel\u00e4nde im Sommer 2003, um dort den Herkules Industriepark (Herkules mit k, wegen Namensrechten) entstehen zu lassen.<\/p>\n<p>Die letzten ehemaligen Victoria-Geb\u00e4ude in der Nopitschstra\u00dfe werden 2004 abgerissen. Damit ist ein traditonsreiches Werk verschwunden, das zu den Pionieren auf dem deutschen Zweiradmarkt z\u00e4hlt und technische Ma\u00dfst\u00e4be gesetzt hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gek\u00fcrzter Auszug aus dem Victoria-Buch der Victoria IG, erschienen 2016\u00a0 \u00a9 Manfred E. Sprenger 1886 &#8211; 1895 Einen Veloziped-Club, in dem der sportliche Umgang mit dem\u00a0 Hochrad\u00a0 gepflegt wurde,\u00a0 gibt es in N\u00fcrnberg schon im Jahr 1885. In diesem Club ist Max Ottenstein ein eifriges Mitglied. 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