Victoria Tuning im Alltag II

Fortsetzung zur Spoilertechnik von Uli.

Aus einer harmlosen Wozzäbb, in der mir Uli seinen selbstgebastelten Gepäckträger für Hobbymaler zeigte, mit dem er seine großformatigen Bilder transportieren kann, nachdem ihn sein chinesisches Gespann im Stich gelassen hatte, entspann sich, nach meiner Deutung des Gepäckträgers als Spoiler und der Intervention des genialen Kieler Kamikazekonstrukteurs Holger Hartz, folgender verbaler Schlagabtausch: (Zunächst schreibt Holger dazu): 

Meines Erachtens war die Problematik der Schilderung leicht zu verkennen. Dies ist mit der Verwendung des Wortes Spoiler vielleicht nicht ganz unbeabsichtigt gewesen. Dabei wissen wir doch eigentlich, das Uli nicht zur Raserei neigt.

Außerdem hätte er dann ja die Vorder- und Hinterkante des Spoilers aerodynamisch ordentlich ausgeformt. Grossartige Victoriaabbildungen ( in spe ) auf Leinwänden sind ganz einfach nur ein Transportproblem für den eingefleischten KraftRad Fahrer.  Dies wurde hier schon mal souverän gelöst, behält aber doch ein Restrisiko beim Fahren. Stefan mahnte hierzu die Montage eines Beiwagens an.

Hier  wird allerdings die Ladefähigkeit eines solchen ebenso verkannt. Ich machte dazu völlig unbefriedigende Versuche.


Zur Lösung des Problems muss es doch noch etwas anderes geben. Bei der Durchsicht meines Fuhrparks fiel mir dabei ein klares Manko auf.  Ich habe 2 Rad, 3 Rad, 4 Rad und optional 6 Rad Fahrzeuge. Blechdosen fallen mindestens im Sommer aus, deswegen mußte die 5te Dimension her. Ich montierte am 3 Rad also ein Rohr längs (aerod.) mit einem Kugelkopf am Ende. Querköpfe dürfen einem dabei nicht im Wege stehen.
Dann konnte ich dort die vierte Achse einhaken.

In diesem Kasten lassen sich bis zur Höhe der Bordwand circa 120 der Leinwände verstauen. Gut über die Relation des Größenverhältnisses kann man diskutieren, oder es bedarfsgerecht anpassen.

Wer meint an der Montage der Zugvorrichtung Mängel zu erkennen, dem sei versichert das diese Konstruktion so noch nicht vollständig in den Dauerbetrieb eingeht.  Eine technische Abnahme wurde durch entsprechende Kennzeichnung  erstmal umgangen.

So ein Vollgespann wollte ich schon längst ausprobieren.  Uli und Stefan gaben nur den Zündfunken ( Neudeutsch: Initialzündung ) dazu. Das Fahrgefühl war soweit völlig unproblematisch und damit eine mögliche Lösung des Problems.

Euer Holger

 

Erster Kommentar 30min nach den Bekannt werden der Spoiler Sensation von Uly :

… verzeih, wenn ich mir zur Beantwortung der Präsentation dieser epochalen  Dokumentation der Überlegenheit des Homo sapiens über das Übergangs-und Buntmetall sowie einen Teil der Grundgesetzte der Physik, ein wenig Zeit lasse. Wenigstens bis die Urteilsfähigkeit zurückgekehrt ist, die im Moment der hemmungslosen Heiterkeit gewichen ist.

Nur eines ist mir sofort aufgefallen und sollte auch sofort kommentiert werden: Da macht doch die ungezügelte Nörgelei und das querulantenhafte Besserwissertum keinen Bogen um den Norden: Ich weiß nicht, ob Du es überhaupt bemerkt hast während Deiner hochkonzentrierten Fahrt am Rande des Möglichen: Da stand doch tatsächlich eine dieser Warntafeln am Strassenrand, wie ich sie ebenfalls immer wieder antreffe. Die Anzeige, die darauf kurz zu erkennen war entlarvt das Gerät als unprofessionel gewartet oder fehlerhaft programmiert. Ich empfehle diese Tafel bis auf Weiteres zu ignorieren.

Bis auf Weiteres…

Anmerkung von Stefan:

Zweiter Kommentar von Uly, 2 Stunden nach der Email:

Endlich! 5. Dimension entdeckt!

Es wäre eine Sensation und ein weiterer Triumph des Verstandes über die Natur. Ein Meilenstein in der Geschichte der Physik und der Erkenntnistheorie, wenn sich bestätigen würde, was man nach Verlautbarungen aus Kiel vernimmt.

Bisher bildeten Raum und Zeit die 4 bekannten Dimensionen. Eine 5. und unzählige weitere worden bisher, vor allem von Anhängern der Stringtheorie nur postuliert. Es konnte aber noch keine weitere Dimension nachgewiesen werden.

Dies sei nun durch zahlreiche Experimente in Kiel gelungen, wie der dort tätige Wissenschaftler Dr. H. Hartz durchsickern ließ.

Der Redaktion liegen Dokumente vor, die diese atemberaubende These stützen sollen. Bisher war es aber wegen der Komplexizität des Materials nicht möglich eine abschließende Überprüfung vorzunehmen.

Ein Filmdokument legt aber nach Meinung von Experten sogar die Vermutung nahe, dass es sich nicht um die 5. Dimension, sondern eventuell um die Sechste handeln könne. Ein Mitglied des Expertenausschusses glaubt nämlich in einer Szene des Beweisfilmes eine „6“ erkannt zu haben.

Möglicherweise wartet eine noch viel größere Sensation auf die Welt der Wissenschaft.

Einen anderen Schwerpunkt innerhalb des Forschungsgebietes des Kieler Wissenschaftlers stellt die Schallmauer dar. Während sich der überwiegende Teil der Ingenieure mit der Durchbrechung der Schallmauer beschäftigt, widmet sich Professor Hartz deren Erhalt auch während der Fortbewegung.

Die Schallgeschwindigkeit beträgt knapp 1240 km/h. Bewegt sich nun ein Fahrzeug mit 100 Stundenkilometern über die Autobahn, liegt die Schallmauerfront etwa 1140 Kilometer vor ihm. Die Schallmauer ist dadurch nicht durchbrochen und zerstört, aber doch beschädigt.

Ziel der Forschungsarbeit des Kieler Professors ist aber der vollständige Erhalt der Schallmauer trotz Vorwärtsbewegung.

In einem ausgeklügelten Experiment konnte er nun zeigen, dass dies möglich sei, jedenfalls fast, denn es gelang ihm ein Spezialfahrzeug zu konstruieren, bei dessen Einsatz, trotz maximaler Geschwindigkeit die Schallmauer lediglich um 6 Kilometer angegriffen wird. Das ist ein Durchbruch in der Erhaltung der Schallmauer für zukünftige Generationen, so Hartz.

 

Kommentar nachdem Holger wieder online war:

Die Entdeckung der 5.Dimension ?
Uli,
wir forschen doch alle ein wenig an den physikalischen Machbarkeiten der Victoria`s, so wie du mit mehrschichtigen Spoilern.
In einem Zeitalter vor unserer Rechtsordnung, soll es auch schon mal ähnliche Versuche mit Anhängern gegeben haben. Als dann der letzte das Licht aus gemacht hat, ist dabei wohl einiges verloren gegangen.
Am Rande der uns bekannten Zivilisation im Ural, soll es noch welche geben die diese Versuche weiter betrieben und bei sogenannten KFZ-Zulassungsstellen dokumentieren ließen. Richtig ist natürlich bei diesem Wirken, gleich auch an der Erhaltung der Schallmauer zu arbeiten. So konnte durch die Anordnung der Tragfläche hinter den Abgasrohren  der Schallpegeldruck niedrig gehalten werden.
Insgesamt gab es positive Erkenntnisse zur KR 26.
Den Forscher deswegen aber gleich mit akademisch hochgradigen Titeln auszustatten,entstammt wohl mehr aus der Kaffehauskultur deines Breitengrades.  Die Wiener z.B.sollen darin ja sehr geübt sein. Die Zahl 6 am Anhang war vorsichtshalber querulantenhaften Bürokraten gewidmet, die kein Verständniss für notwendigste Forschungsarbeit aufbringen wollen.

Ach, und wegen dieser Strassenrandtafeln : Die scheinen mich schon seit Kindertagen zu verfolgen. Mit Rücksicht auf die umliegende Bevölkerung hab ich, nach deinem Hinweiss, diese widerborstige Tafel entführt und in eine Garage eingesperrt. Falls jemand mal meinte, Solche wären nur deiner Phantasie entsprungen, hast du jetzt einen Gegenbeweiss und deine volle Zurechnungsfähigkeit wäre rehabilitiert.

Bis auf weiteres
Holger

Kommentar Stefan

Sprachlos oder ohne Worte ? Das weiss ich noch nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.